Aus Rehageriatrie in St. Wendel wird Zentrum für Altersmedizin

Vor einem Jahr wurde die akutgeriatrische Abteilung im Marienkrankenhaus St. Wendel eröffnet. Damit griff die Marienhaus Kliniken GmbH die gesundheitspolitischen Entwicklungen auf.

20.06.2017

Patienten werden immer älter. Das ist eine gute Entwicklung. Natürlich erhoffen wir uns auch im hohen Alter eine weiterhin gute medizinische Versorgung. Dazu gehört eine spezialisierte Diagnostik und Therapie. Patienten können auch mit 80 oder 90 Jahren noch erfolgreich operiert werden, erhalten eine neue Hüfte, eine neue Herzklappe, Bypässe an den Herzkranzgefäßen oder überstehen eine schwere Lungenentzündung durch eine geeignete intensivmedizinische Behandlung. Am Ende dieser Behandlung sind die Patienten jedoch oft noch nicht so stabil, dass sie nach Hause entlassen werden können. Sie sind weiter akutmedizinisch behandlungsbedürftig. Oftmals sind die Gedanken durcheinandergewirbelt oder die Muskulatur so schwach, dass selbst das Sitzen an der Bettkante nicht möglich ist.

Hier setzt die weitere Behandlung in der ganzheitlich orientierten Akutgeriatrie an. Denn diese Behandlungsform schließt sowohl die medizinischen als auch die rehabilitativen Möglichkeiten ein. Weil Patienten noch medizinisch instabil und funktionell sehr schwach sind, sprechen wir von Frührehabilitation. Patienten erhalten Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie, Physikalische Therapie, psychologische Unterstützung und im Rahmen eines 24-Stunden-Konzeptes aktivierend-therapeutische Pflege durch die besonders geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Akutgeriatrie. Ärzte stabilisieren den Zustand der Patienten, behandeln das Delir, sorgen dafür, dass überflüssiges Wasser aus dem Körper ausgeschieden wird oder diagnostizieren und behandeln Infektionen oder Rhythmusstörungen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Natürlich steht die Abteilung nicht nur Patienten offen, die von anderen Krankenhäusern eingewiesen werden. Auch Hausärzte oder niedergelassene Fachärzte können direkt einweisen. Aufgrund der begrenzten Bettenzahl sollte jedoch – was ohnehin eine gute ärztliche Praxis ist – eine vorherige telefonische Rücksprache erfolgen.

Die damalige Marienhaus GmbH hat vor mehr als 20 Jahren die Fachklinik für geriatrische Rehabilitation etabliert, um auch alten und multimorbiden Patienten die für ihre Bedürfnisse angemessene Behandlungen anbieten zu können. Dieses Engagement wurde jedoch seitens der Kostenträger nicht ausreichend finanziert und führte zuletzt zu Verlusten von ca. 90.000 € pro Monat, weshalb die Fachklinik für Geriatrische Rehabilitation zum 30.06.2017 letztendlich schließen wird. 

Dennoch werden wir uns im Marienkrankenhaus St. Wendel gerade für diese Patienten weiterhin engagieren, indem wir im Zentrum für Altersmedizin die akutmedizinische Behandlung ganzheitlich fortführen und durch Frührehabilitation ergänzen, damit auch ältere Patienten von den Erfolgen der spezialisierten Medizin profitieren können.

Marienkrankenhaus St. Wendel

Am Hirschberg 1a
66606 St. Wendel
Telefon:06851 59 - 01
Telefax:06851 70136
Internet: http://www.mkh-wnd.dehttp://www.mkh-wnd.de

Zentrum für Altersmedizin, Akutgeriatrie

Am Hirschberg 1b
66606 St. Wendel
Telefon:06851 59 - 02
Telefax:06851 59 - 2050
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