Verletzte können endoprothetisch noch besser versorgt werden

Die Unfallchirurgie/Orthopädie im Marienkrankenhaus St. Wendel nutzt spezielle Computersoftware zur Prothesenplanung und Bruchversorgung

Chefarzt Dr. Jörg Fleischer kann dank einer speziellen Software noch passgenauere, individuelle Prothesen für seine verunfallten Patienten planen (Foto: Astrid Anna Oertel)

07.12.2018

St. Wendel. „Mit dieser Software haben wir ein Planungsmodul zur Verfügung, welches uns erlaubt, jedem Patienten, der beispielsweise durch einen Sturz einen Oberschenkelhalsbruch erlitten hat, eine passgenaue Hüft-Prothese zu implantieren“, freut sich Chefarzt Dr. Jörg Fleischer. Damit ist die die Abteilung, die auch als Lokales Traumazentrum zertifiziert und zuständige Klinik im Verletztenartenverfahren der BG ist, auf dem neuesten technischen Stand.

Die planerische Unterstützung mittels Computer wird schon seit geraumer Zeit in der Chirurgie -  in erster Linie für elektive Eingriffe an Schulter, Knie und Hüfte – genutzt. Im Marienkrankenhaus kommt sie zudem den Unfallverletzten ebenfalls zugute. Denn mittels der genannten Software kann der Operateur das Röntgenbild des kaputten Knochens oder Gelenks am Computer genau vermessen, und so die Dimension des Implantates exakt planen. Neben modularen Prothesen (d. h. aus verschiedenen Einzelteilen zusammengesetzte Prothese) können Platten und Nägel später passgenau eingesetzt werden. Außerdem ist die Planungsvorlage, die auch im Operationssaal auf einem Bildschirm für den Operateur immer sichtbar ist, während des Eingriffs eine zusätzliche Referenz.

Die computergestützte Prothesenplanung bietet jedoch nicht nur dem Operateur große Vorteile. Dank einer millimetergenauen Planung und der optimierten logistischen Vorbereitung, verkürzt sich die Operationszeit für den Patienten, die Operationsergebnisse sind besser und damit die Patientenzufriedenheit größer.

„Trotz dieser tollen technischen Unterstützung ist natürlich die Erfahrung des Operateurs für das Gelingen der Operation nach wie vor von großer Bedeutung“, meint Chefarzt Dr. Jörg Fleischer. Aber auch da kann die Abteilung punkten: Mit etwa 70 Hüftprothesen/Jahr bei Unfallverletzten gehört sein Team zu den routinierten des Fachgebietes. (aoe)

 

 

 

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