St. Wendel ist Mitglied des Kompetenznetzes Parkinson

Chefarzt Dr. Robert Liszka (Mitte) mit seinem Team (Foto: Joachim Gies)

25.03.2019

St. Wendel. Rund 280.000 Menschen leiden in Deutschland an der Parkinson’schen Krankheit, und ihre Zahl wird aufgrund des demographischen Wandels in den nächsten Jahren stark anwachsen. Dr. Robert Liszka, der Chefarzt der neuen Hauptfachabteilung für Neurologie am Marienkrankenhaus in St. Wendel, ist ein ausgewiesener Experte in der Behandlung von Parkinson-Patienten und Patienten mit anderen neurologischen Bewegungsstörungen. Ihm ist es zu verdanken, dass seine Klinik nun in das deutschlandweite Kompetenznetz Parkinson aufgenommen worden ist.

In diesem Kompetenznetz Parkinson und der Deutschen Parkinson Gesellschaft haben sich Ärzte und Forscher, die klinisch oder wissenschaftlich auf dem Gebiet der Parkinson-Krankheit und verwandter extrapyramidaler Krankheiten (also Bewegungsstörungen) arbeiten, zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist, die medizinische Versorgung von Parkinson-Patienten zu verbessern und langfristig die frühzeitige Diagnose, die Prävention oder im Idealfall die Heilung dieser Krankheit zu ermöglichen. Dazu bedarf es einerseits Grundlagenforschung, andererseits muss der Wissenstransfers neuer Erkenntnisse zur Klinik, Diagnose und Therapie der Parkinson-Krankheit in die tägliche Praxis sichergestellt werden.

Das Therapiespektrum in St. Wendel umfasst die Betreuung von Patienten mit Duodopapumpen (das geschieht über eine Magensonde) sowie Apomorphinpumpen (die werden unter die Haut gepflanzt). Zudem befassen sich Dr. Liszka und sein Team mit der Indikationsstellung und Nachsorge von Patienten mit Tiefer Hirnstimulation (THS). – Im südwestdeutschen Raum gibt es mit Mainz, Homburg und St. Wendel nur drei Zentren, die auf die Behandlung von Patienten mit Parkinson in fortgeschrittenem Stadium spezialisiert sind.

Als nächste Schritte peilt Dr. Robert Liszka die Ausbildung eines Mitgliedes des Pflegeteams zur Parkinson Nurse an; die Parkinson-Komplexbehandlung sowie die Teilnahme an klinischen Studien. Wichtig ist ihm auch die enge Zusammenarbeit mit den Parkinson-Selbsthilfegruppen. (hf)

 

 

 

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