Eine Oberin, die mit beiden Beinen fest im Leben steht

Die neue Krankenhaus-Oberin Beate Leonhard-Kaul nimmt diese Aufgabe im gesamten Klinikverbund Saar-Ost wahr.

01.10.2020

Im Marienkrankenhaus St. Wendel hat Beate Leonhard-Kaul das Amt der Krankenhaus-Oberin von Hildegard Marx übernommen, die in Ruhestand ging

 

St. Wendel. Das Gesundheitswesen kennt sie schon lange und wie ein Krankenhaus funktioniert, hat sie im praktischen Alltag als gelernte Kinderkrankenschwester an der Kinderklinik Kohlhof erfahren. Doch ihr beruflicher Lebensweg führte Beate Leonhard-Kaul zunächst über weitere Stationen, bis sie 2019 Oberin der Marienhausklinik St. Josef Kohlhof und der Marienhausklinik Ottweiler wurde und seit Oktober 2020 dieses Amt auch für das Marienkrankenhaus St. Wendel inne hat.

 

Nach ihrer Ausbildung wechselte Beate Leonhard-Kaul 1986 auf die Neugeborenen-Station des damaligen St. Josef-Krankenhaus in Neunkirchen, absolvierte 1999 eine Ausbildung zur Still- und Laktationsberaterin und baute dort die Elternschule mit auf. Sie arbeitete in der Stillambulanz und parallel in einem ambulanten Kinderpflegedienst. Im Jahr 2005 wurde sie von der damaligen Krankenhausoberin Christel Müller gefragt, ob sie sich vorstellen könne, im Ambulanten Hospiz mitzuarbeiten und dort einen ambulanten Kinderhospizdienst zu etablieren. Sie musste nicht lange überlegen, bereits im April 2006 ging der Ambulante Kinderhospizdienst, dessen Leitung sie übernahm, an den Start. Zusammen mit ihren haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern setzte sie sich dafür ein, dass die Familien trotz der schweren Erkrankung eines ihrer Kinder Lebensqualität und Lebensfreude behalten. Daneben baute sie gezielt die Trauerarbeit auf. Diese Arbeit, die sie als gelebte Christlichkeit versteht, will sie auch als Oberin weiter fortsetzen.

 

Beate Leonhard-Kaul ist den Menschen zugewandt. Sie steht für Werte ein, auch in schwierigen Zeiten. So war es nicht verwunderlich, dass sie 2019 auf Vorschlag von Christel Müller deren Amt in den Marienhauskliniken in Neunkirchen und Ottweiler übernehmen durfte und seit dem Ausscheiden von Hildegard Marx diese Aufgabe auch im Marienkrankenhaus wahrnimmt. Im gesamten Klinikverbund Saar-Ost will sie nun Anwältin für Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen sein, vor allem aber für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Denn momentan erlebt das gesamte Gesundheitswesen, auch die Marienhaus Unternehmensgruppe, aufregende, ja stürmische Zeiten. Das führt bei Mitarbeitern zu Verunsicherung und schürt Ängste. Da braucht es gestandene Männer und Frauen, die den Menschen Vertrauen und Sicherheit geben. Da braucht es eine Oberin, die mit beiden Beinen fest im Leben steht; die es gelernt hat, Menschen auch auf schweren Wegen zu begleiten und die das tut mit der nötigen Empathie.

 

Eine, die diesen Anspruch ebenfalls immer gelebt hat, ist Hildegard Marx. Ihre Entscheidung, in den Ruhestand zu gehen, sei über einen längeren Zeitraum gereift, sagt sie, obwohl die Integration der Abteilungen, die im Zuge der Corona-Krise von Losheim (Konservative Orthopädie) und Ottweiler (Gefäßchirurgie sowie Orthopädie und Unfallchirurgie) ins Marienkrankenhaus verlagert wurden, noch nicht abgeschlossen sind. Aber gibt es für ein Mitglied des Direktoriums angesichts der Fülle von Aufgaben überhaupt einen idealen Termin für einen Abschied? – Fakt ist: Nach 43 Jahren hat Hildegard Marx das Marienkrankenhaus verlassen.

 

Dabei hat sie ihr gesamtes Berufsleben im Marienkrankenhaus verbracht. Nach dem Abitur 1977, als das Krankenhaus noch „unten in der Stadt war“, begann sie eine Ausbildung in der Krankenpflege und arbeitet viele Jahre „leidenschaftlich gerne“ in der Gynäkologie und im Kreißsaal und wäre dort sicher auch geblieben, wenn nicht die damalige Oberin Schwester M. Elia sie 2007 gefragt hätte, ob sie ihre Assistentin werden wolle. Und nach der trägerinternen Weiterbildung Diakonisches Leitungsamt wurde Hildegard Marx Anfang 2010 die erste weltliche Oberin im Marienkrankenhaus. Die Aufgaben der Oberin, nämlich Christlichkeit und (Unternehmens-)Kultur im Haus zu bewahren, sind ihrer Meinung nach in den letzten Jahren nicht einfacher geworden. So habe sie in ihren Gesprächen, die sie mit Mitarbeitern, Patienten oder Angehörigen geführt hat, immer versucht, ihrem gegenüber das Gefühl zu vermitteln, dass er oder sie wichtig sind - beschreibt sie eine ihrer Maxime.

 

Wer 43 Jahre für ein und dasselbe Haus arbeitet, muss diesem in ganz besonderer Weise verbunden sein. Da macht Hildegard Marx keine Ausnahme. In all den Jahren, in denen sie Oberin war, „hat das Krankenhaus immer an erster Stelle gestanden“. Deshalb hat sie für ihre Zukunft auch noch keine großen Pläne gemacht und will erst einmal genießen, dass sie keinen prall gefüllten Terminkalender mehr hat. Dem Marienkrankenhaus wünscht sie, dass die in den letzten Monaten eingeleiteten Veränderungen greifen und das Haus nachhaltig stärken. (hf /aoe)

 

 

 

Marienkrankenhaus St. Wendel

Am Hirschberg 1a
66606 St. Wendel
Telefon:06851 59 - 01
Telefax:06851 70136
Internet:http://www.mkh-wnd.de

Diese Webseite verwendet Cookies.

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren. Diese Cookies helfen uns dabei, Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten und unsere Webseite ständig zu verbessern. Mit dem Klick auf den Button “Akzeptieren” erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Für weitere Informationen über die Nutzung von Cookies oder für die Änderung Ihrer Einstellungen klicken Sie bitte auf “Details”.

Sie geben Ihre Einwilligung, wenn Sie unsere Webseite weiterhin nutzen.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Datenschutz.

Informationen zum Betreiber der Seite finden Sie in unserem Impressum & Rechtliches.